Diese Kolumne bewegt ...

Ihnen - werter, treuer Leser dieser Kolumne ist es sicherlich auf-gefallen. Das Automagazin und diese Zeilen werden von vielen ein-flussreichen Persönlichkeiten gelesen. In der Jänner/Februar – Ausgabe dieser Zeitung habe ich über die Geschwindigkeitsbeschrän-kungen auf Österreichs Autobahnen gewettert, und die „Licht-bei-Tag“ Verordnung kritisiert. Und was ist geschehen? Der Steirische UVS (Unabhängige Verwaltungssenat) hebt flächendeckend die Ge-schwindigkeitsbeschränkung der 100 km/h auf den steirischen Auto-bahnen auf (jene nämlich, die sich auf die Feinstaubbelastung stützten).
Ich gebe schon zu, dass die Begründung des UVS nicht unbedingt die Willkür der Verordnung enthielt, sondern die Aufhebung des Be-scheides mit einem formalen Kundmachungsfehler begründet wurde.
Und nun, glaubt man österreichs Medien, prüft man doch tatsächlich die Sinnhaftigkeit der „Licht-bei-Tag“-Verordnung. Es solle keinen unfallvermeidenden Aspekt haben, sagen die Damen und Herren des nun neu besetzten Verkehrsministeriums. Ob dies eine späte Rache am „flotten“ Hubsi ist, oder fundierte Feldforschung, entzieht sich meinen Kenntnissen. Fakt ist aber, dass Sie sich zumindest in Ihrer VwGH-Beschwerde auf die Zweifel an der Sinnhaftigkeit der Verordnung äußern dürfen. Ja eine „an Willkür grenzende“ Verord-nung (so der dictus bei solchen Beschwerden) wäre dies.
Sie, geduldiger Leser, wissen ja: Gesetze dürfen nicht willkürlich sein!
Und damit sind wir schon in Wien.
Wann werden endlich die unsägliche Tempobegrenzungen in Wien geho-ben. In den Innenbezirken oft 30km/h, außerhalb selten mehr als 50 km/h. Wobei, immerhin hat man eingesehen, dass es auch Strassen in Wien gibt, auf welchen es keinesfalls sinnvoll ist nur 833,33 Me-ter pro Minute zu fahren. Aber leidgeprüfte Westautobahnfahrer wissen – auf der Westeinfahrt gilt Tempo 50. Und gerade dort soll-te man – um eine grüne Welle zu haben – eher 70 km/h statt 50 km/h fahren.
Also Feinstaub hin oder her. Bis heute fehlt eine seriöse Studie, die belegt, dass 4maliges Halten, Anfahren, Losbrausen um dann wieder zu Bremesen, weniger Feinstaub verursacht, als gemütliches – der Strasse entsprechendes – Dahingleiten. Wurde nicht vor eini-gen Jahren „Gleiten statt Hetzen“ propagiert. Gemeint war damals der Verkehr. Eh klar.
Aber der Herr Verkehrsstadtrat wird dies vielleicht auch einmal einsehen und die Willkür der Wiener Geschwindigkeitsbegrenzungen erkennen. Vor allem muß er ja auch nicht mehr (wie in den Vorwahl-zeiten) einem damals möglichen grünen Verkehrsminister gefallen. Daher schlage ich diesem - von mir kolumnisierten - Magazin vor dem Herrn Verkehrsstadtrat und dem Herrn Bundesminister für Ver-kehr(, Innovation und Technologie) dieses Blatt zu schicken. Quasi nach dem Motto: Hilfts nichts, schads nichts!

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